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Das Coole Cuba Lexikon

für Individualtouristen




Kuba von A bis Z

all-inclusive

1. Die schlechteste aber billigste Möglichkeit Urlaub auf Kuba zu machen. Wer sich hierfür entscheidet, braucht den Rest nicht zu lesen.

2. Lebenszustand der Kubaner auf unterstem Niveau. Die dürftige staatliche Alimentierung in Form von Bildung , ärztlicher Versorgung und Ernährung sorgt dafür, dass keiner betteln oder unter freiem Himmel schlafen muss. Allerdings stellt sie niemanden zufrieden, denn die staatliche Zuteilung ist äusserst dürftig. Alle wichtigen Artikel des täglichen Lebens, und seien es nur Milch oder Fleisch, gibt es nur gegen Devisen . Infolgedessen arbeiten und bilden sich die wenigsten, weil dies nicht zur nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebenssituation beitragen würde. Stattdessen konzentrieren sich gescheite Leute lieber aufs Geschäftemachen mit Touristen

Abzocken

Zeitvertreib der Kubaner und Methode, sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Opfer dieses Verhaltens sind die Touristen . Die Kubaner haben hierzu eine zum Teil unglaubliche cleverness entwickelt, indem sie ein ausgeklügeltes Provisions-System etabliert haben. Zum anderen wird ganz schamlos geschnorrt.
Typische Vorgehensweisen beim Abzocken sind z.B. folgende:

  • Verkauf minderwertiger und/oder gefälschter Ware, wie Zigarren oder Kleidung

  • Durch Lügengeschichten provozierte Inanspruchnahme (gegen Geld) von Hilfe, wie die Suche nach Leuten oder Geschäften oder Beschaffen irgendwelcher Dienstleistungen (Flugbuchungen, Behörden, Unterkunft etc.). Die Zahlung von Geld erscheint hierbei zwangsweise und uneigennützig, zum Beispiel aufgrund von zwangsweise anfallenden Kosten wie Taxifahrten oder Verpflegung unterwegs.

  • Vermitteln von Dienstleistungen und heimliches Kassieren von Provision

  • Anbieten von eigentlich überflüssiger Hilfe, wie die Suche nach einem Taxi, mit dem Ziel, Freunde zu begünstigen

  • Versprechen/Offerieren von qualitativ hemmungslos Dienstleistungen, wie Besuche angeblich besonders herausragender Attraktionen (Tanzveranstaltungen, Strände, Restaurants etc.) oder Beschaffen von "besonders billigen" Artikeln .

  • Adresse

    In Städten sind die Strassen oft schachbrettartig angelegt. Deswegen ist bei der Angabe der Anschrift immer die Information enthalten, zwischen welchen Querstrassen jemand wohnt. Die Hausnummer ist somit zweitrangig. Der Vorteil für Touristen besteht darin, dass man niemandem seine exakte Anschrift preisgeben muss. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich besonders dann, wenn man mit einer Chica im Taxi zu seiner Unterkunft fährt. Da das Zusammenleben von chicas mit Touristen verboten ist, sind sie erpressbar . Diese Situation schwächt die Verhandlungsposition von Touristen, wenn es um das Feilschen von Preisen (zum Beispiel für Taxifahrten) geht.

    Angst

    Die Kubaner leben ständig in Angst. Die Chicas fürchten nichts mehr als den Verlust ihres Carnets de identidad (Personalausweiss), da sie sich sonst den Repressalien (vergleiche Repression) der allgegenwärtigen Polizei aussetzen würden (willkürliche Verhaftungen, Eintragung ins Zentralregister, Zwangskasernierung mit Besserungsunterricht, Gefängnis). Andererseits wird bedenkenlos eine mehrstündige Reise ohne Geld und Gedanken an den Heimweg im dünnen Hemdchen (zum Beispiel in die Diskothek) unternommen. Im Gegensatz hierzu steht der europäische "Regenschirmphilister", der seine Freude daran hat, dass das Leben in geregelten Bahnen abläuft.

    Arbeitskraft

    Die Einteilung derselben erfolgt nach den undurchschaubaren Regeln des Kommunismus . Zum Teil werden drei hochqualifizierte Kräfte eingesetzt, um Flugtickets eines einzelnen Passagiers zu kontrollieren. Zum anderen ist in stark frequentierten Bars und Restaurants immer nur eine Bedienung da, die damit überfordert ist, Bestellungen an zwei Tischen hintereinander entgegen zu nehmen.

    Auto

    Es gibt drei Generationen von Kraftfahrtzeugen auf Kuba: alte Limousine aus den USA aus den 50er Jahren (nur im Privatbesitz), russische Ladas aus dem kalten Krieg (Privat- und Staatsbesitz) und neuere PKWs, überwiegend Kleinwagen (fast nur Staatsbesitz). Anhand der Nummernschilder ist zu erkennen, ob der Wagen Privat- Staats- oder Firmeneigentum (z. B. Mietwagenverleih, Busse, sonstige Unternehmen etc.) ist. Ein privates Vehikel stellt unermesslichen Reichtum für den Besitzer dar, da sie oft als illegale Taxifahrer arbeiten. Neben der Unmöglichkeit, ein Neufahrzeug zu erhalten. ist dies der Grund, warum die alten Autos solange gehegt und gepflegt werden. Lediglich die antiken Ami-Limousinen sind komplett in privater Hand, der Rest wird vom Staat zugeteilt (gepachtet) und kann bei Bedarf oder Fehlverhalten wieder eingezogen werden.

    Bestechung

    Methode, Verbote zu umgehen oder Erlaubtes beschleunigt zu bekommen. Weil fast alles verboten beziehungsweise nur quälend langsam erhältlich ist, wird mittels kleiner Geld-Präsente das unmögliche möglich gemacht. (vergleiche Mafia , Commission). Abgesehen davon, dass die Staatsmacht bestechlich ist, ist es Gang und Gäbe, mittels Devisen -Zahlungen zuvor von Kubanern in Pesos vorgenomme Flugbuchungen zu überbieten und aufzukaufen.

    Bett

    für den wahren Kuba-Kenner häufiger Aufenthaltsort. Es sei nur soviel gesagt: Es ist darauf zu achten, dass die Bettwäsche ("sabana") regelmässig gewechselt wird, denn sie sind beliebter Ablageort von Läuse-Eiern. Ausserdem nicht wundern, wenn die Matraze in Plastik eingeschweisst ist, dies ist ein wirksames Mittel gegen Cucarachas

    Bier

    Erfrischungsgetränk und gute Alternative zu Rum, wenn man sich nicht jeden Tag vollends betrinken will. Wird in Dosen als 0,33l-Einheiten, hauptsächlich in den Marken Mayabe, Hatuey und Cristal gereicht. Die Kubaner trinken ein einfacheres Gebräu, das für Pesos erhältlich ist.

    Bildung

    kostenlose Gehirnwäsche für uniformierte Schüler. Das hohe Bildungsniveau des Durchschnittskubaners steht in eklatantem Widerspruch zu den Möglichkeiten, diese zu nutzen (Vergleiche Arbeitskraft und Langeweile). Obwohl sich das Bildungungsniveau nicht anhand der Orthographie der Leute ablesen lässt, werden sie zumindest befähigt, zu begreifen, dass die Realität nicht mit den Versprechungen der staatlichen Propaganda übereinstimmt.

    Brief

    theoretische Möglichkeit der Kommunikation mit dem Ausland. Praktisch scheitert dies daran, dass die Kubaner nicht das Porto von einem CUC berappen können oder wollen. Weil früher oft die Briefmarken zwecks Wiederverkauf von den versendeten Briefen geklaut wurden, ist man dazu übergegangen, diese auf die Briefumschläge und Postkarten aufzudrucken. Nichtsdestotrotz hat kaum eine chica Lust, zur Feder zu greifen. Dieses hauptsächlich deswegen, weil sie sonst ihre grauenhafte Orthographie offenbart, und weil der Glauben an den kubanischen Postdienst berechtigterweise erschüttert ist. Immerhin erreichen gut und gerne 50% der abgegebenen Sendungen die ausländischen Empfänger. Umgekehrt ist dies nur dann der Fall, sofern im Brief kein Geld mitgeschickt wird.

    Bürokratie

    Selbstbeschäftigungstherapie der Kubaner. Es bleibt ungeklärt, ob dies von der Obrigkeit verordnet ist oder der Mangel an Beschäftigung Ursache für die Ausuferung des Papierkrieges ist. Als Tourist wird man zunächst am Flughafen mit umständlichen Einreiseformalitäten gequält (als ob Gefahr bestünde, dass keiner das Land wieder verlassen wollte), bei Reiseveranstaltern, Discotheken, Restaurants usw. setzt sich die Tortur fort. Beispiel aus der Praxis: Die Zeremonie beim Betreten einer Diskothek dauert pro Person 5 Minuten. Nach Registrierung des Reisepasses beziehungsweise carnets erhält man ein vollständig ausgefülltes Formular, das man zwei Meter weiter an einen anderen Kontrolleur wieder abgibt

    Capricheza

    spanisch für Laune, caprichosa = launig. Capricheza beinhaltet bei chicas als wesentliche Elemente Faulheit, Eifersucht, Ungeduld und Verwöhntheit. Sie erwarten alles und tun nichts. Capricheza äussert sich in langanhaltenden Wutanfällen, Schmollen, Nörgeln oder Anschweigen. Ursache kann ein Eifersuchtsanfall (= Angst, den Geldgeber zu verlieren), Verletzung des Ehrgefühls (Respekt losigkeit), nicht erfüllte Wünsche oder die Aufforderung zur Tat sein. Insbesondere die chicas nörgeln an allem und diesem herum und wenn sie alleine sind auch über ihre Geschlechtsgenossinnen (überwiegend über solche mit dunklerer Hautfarbe, vergleiche Rassismus). Dieses "Prinzessin-auf-der-Erbse – Syndrom" wird dadurch ad absurdum geführt, dass sie in der Regel nichts zum Gelingen einer Sache beitragen und keine guten Manieren haben, diese aber von anderen erwarten. Einfache Mädels vom Lande wollen wie Prinzessinen behandelt werden. Kleinste Wegstrecken werden mit dem Taxi (auf Kosten des ausländischen Begleiters) zurückgelegt. Nicht sofort erfüllte Wünsche (etwa nach Eiscreme), Respektlosigkeit ihr gegenüber oder Verdacht auf Untreue werden durch lautstarkes, langanhaltendes Gezeter quittiert (vergleiche Infantilismus). Allerdings sind sie dann auch bald wieder überdurchschnittlich anschmiegsam.

    Camajan

    spanisch für "Gauner", in der allgemeinen kubanischen Umgangssprache ein Ausdruck für 1. erfahrene Touristen , die sich nicht abzocken lassen. 2. für abgewichste Kubaner, die Situationen zu ihrem Vorteil zu nutzen wissen.

    Caracol

    Ladenkette mit internationalen Produkten, in denen mit Dollar/CUC bezahlt werden muss. Entspricht also den ehemaligen Intershops in der DDR. Diese Läden sind das erste Ziel von chicas, nachdem sie einen Touristen kennengelernt haben. Das spanische Wort "Caracol" heisst übersetzt "Schnecke". Vermutlich ist dies eine Anspielung auf das Arbeitstempo der Angestellten

    Carnet de identidad

    Personalausweis und somit wichtigstes aller kubanischer Dokumente. Wer bei einer der ständig drohenden Polizeikontrollen sein carnet nicht dabei hat, hat schlechte Karten und muss zumindest mit einer multa , wahrscheinlich jedoch mit Verhaftung rechnen. Dies betrifft vor allem chicas, die aufgrund ihres Geschlechts automatisch der Prostitution verdächtig sind. Die Steigerung von "kein carnet dabei haben" ist "sich unerlaubt in einer anderen Stadt aufhalten".

    Casa Particular

    privat vermietete Wohnungen oder Häuser. Kubaner, die hierüber verfügen gehören zu den reichsten Landsleuten, da die tägliche Einnahme von ca. 20 CUC pro Wohnung bereits den Monatslohn eines kubanischen Durchschnittsbürgers übersteigt. Casa Particulares sind beliebte Unterkünfte für ausländische Touristen, da man auf Kuba keine chica mit ins Hotel nehmen darf. Wenn man unerwarterweise ohne chica eine casa particular mietet, setzt man sich unmittelbarer Erklärungsnot gegenüber der Dame des Hauses aus, die dann ggf. ihre Tochter vorstellt.

    Der Standardpreis beträgt 20 CUC (bessere Häuser haben die Dreistigkeit, 25-30 CUC zu verlangen. Im Dritt-Weltland Kuba gibt es kein Zimmer, das qualitativ mit gleichteuren europäischen Pensionen mithalten kann. Wer kommt schon nach Kuba, der guten Zimmer wegen ...?). Tatsache ist, dass man durch längere Aufenthalte, hartnäckiges Verhandeln oft saftige Rabatte herausschlagen kann. Wer mehr als 15 CUC zahlt, hat sich halt schon an die Mafiamethoden gewöhnt oder im Preis ist bereits pauschal eine eventuelle Kommission enthalten. Diese wird nur fällig, wenn man die Adresse mit Hilfe Einheimischer aufsucht. Vermieter zahlen monatlich ca. 100 CUC Steuern (je nach Lage und Ausstattung), ob vermietet oder nicht. Illegale Wohnungen (ohne Registrierungsbuch) sind deswegen noch billiger zu haben.

    Castro , Fidel Ruiz

    Der verhasste, geliebte, veehrte, bewunderte ehemalige Staatschef Kubas, Lichtgestalt, Übervater Kubas und Führer der kommunistischen Einheitspartei, somit einer der letzten Potentaten auf diesem Planeten. Auch bekannt als maximo lidér (grosser Führer), der commandante en jefe , oder, wie er auch genannt wird: caballo, das Pferd. Letzterer Titel hat seinen Ursprung in einem chinesischen Lotteriespiel, in dem ein Pferd die Nr. 1 ist.

    Am 19.02.2008 ist Fidel zurückgetreten und hat seinem Bruder Raúl das Kommando übergeben. Seitdem wirkt er aus dem Hintergrund und veröffentlicht weiterhin fleissig seine
    Weisheiten in den staatlichen Medien .

    Fidel Castro: Eine Chronologie

    Was kommt nach dem Tode Fidel Castros ?
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    Raul bewahrt den Kommunismus

    Andere kommunistische Hardliner übernehmen das Kommando

    Das Regime lockert den Kurs

    Exil-Kubaner lösen Konflikte aus

    US-Amerikaner intervenieren

    Bürgerkrieg

    Ihr Name:

    Kommentar:

    Admin


    "Die Geschichte wird mich freisprechen." (1953, Fidel Castro steht wegen Putschversuchs vor Gericht)

    "Eine Revolution ist kein Rosenbett." (Castro im Jahr 1959)

    "Eine der größten Errungenschaften unserer Revolution ist, dass selbst unsere Prostituierten Akademiker sind." (2003 im Dokumentarfilm "Comandante")

    "Ich habe begriffen, dass meine eigentliche Bestimmung der Krieg mit den USA sein würde." (Castro im Jahr 2004)
    Che

    Spitzname von Ernesto Guevara, dem zugleich grössten Helden, Idioten und Unheilbringer der kubanischen Geschichte. Seine fatalen Wirtschafts- und Sozialvisionen scheitern seit 50 Jahren täglich. Nachdem es der selbsternannte Weltverbesserer geschafft hat, an die Macht zu kommen, liess er das kubanische Volk die Suppe auslöffeln und zog lieber anderweitig in den Krieg. Trotzdem beziehungsweise gerade deshalb wird er auf Kuba verehrt.
    Umfangreiche Infos über Che Guevara

    Chica

    Spanisch für "Mädchen", das 3. Geschlecht auf Kuba. Die chica cubana hominensis ist ein Untergattung der latina suramericanensis tropical und stellt ein begehrtes Beuteobjekt für Lateinamerika-Reisende aufgrund ihrer auffallenden Schönheit und Kontaktfreude dar. Sie lassen sich leicht auf den Strassen und in den Diskotheken aufspüren. Permanenter Drang zu Devisen/CUC's , Eiscreme, Diskotheken und Sex treibt sie in die Arme von Ausländern, die für sie ein Status symbol darstellen (vergleiche Rassismus). Touristen dienen ihr als Zeitvertreib und Geldquelle, die Beziehung basiert oft auf privater als auch auf (semi-) professioneller Basis. Es ist sehr leicht, eine ehrliche chica ohne finanzielles Interesse zu finden, allerdings erwarten sie dann Treue, Respekt, Fürsorge, Eiscreme, Unterstützung für die Familie und guten Sex

    Anständige chicas stellen ihre ausländischen Begleiter sofort der Familie vor, damit die ehrlichen Absichten beiderseits bekräftigt werden. Der Nachteil besteht dann darin, dass man als Tourist mehrere Münder zu stopfen hat.

    Im Alter von ca. 25-30 Jahren findet eine Metamorphose statt und die Chica mutiert zur Frau, um für weiteren Chica-Nachwuchs zu sorgen.

    Typische Verhaltensschemata von chicas:

  • capricheza

  • Eifersucht

  • Schauspielkunst (vergleiche Lügen )
    Hier offenbart sich dem Touristen Kuba als
    interaktives Computerspiel in Reinstform: Manche chicas beherrschen die Kunst der Täuschung perfekt. Sei es das Vorleben, der Familienstand , der Gesundheitszustand, die Loyalität zum Begleiter, die Anzahl der Kinder, die Anzahl der aktuellen Geliebten, die wahre Intention ihrer Anwesenheit, die Lust, auszugehen, die Bereitschaft, dem Freund ins Heimatland zu folgen oder sonstige Umstände....: was sie wirklich bewegt, bleibt stets unklar. Ihr selbst übrigens meistens ebenso. Hieraus folgert der nächste Punkt:

  • Plötzlicher Meinungsumschwung
    Langfristige Planungen machen wenig Sinn, da Meinungsäusserungen nur temporären Charakter haben oder sowieso nicht ernst gemeint sind. Meinungen werden ad hoc gebildet und geäussert. Hieraus folgert der nächste Punkt:

  • Gier und Ungeduld
    Unvermittelt auftretende Wünsche nach diesem und jenem (z.B.
    Kleidung, Disco, Eis etc.) sollten sofort erfüllt werden. Ansonsten wird gequengelt und gemault, bis dass sie zufrieden gestellt ist. In diesem Zusammenhang ist der folgende Punkt zu sehen:

  • Leiden
    Das Zelebrieren von Leid und Schmerz ist ihr liebstes Hobby. Herzzereissende Szenen kann man vor allem bei Kränkeleien, der Aussicht, zu Fuss zu gehen, nichtschmeckendes Essen, Verpassen der
    telenovela oder bei Unlust zu diesem und jenem geniessen. Leidensszenen sind immer mit capricheza und Schauspielkunst (siehe oben) verbunden.

  • Desorientiertheit und Desorganisation
    Als Folge ihrer Ungeduld ergibt sich desorganisiertes Agieren. Es wird das als nächstes verrichtet, was ihr gerade in den Kram passt. Selbst wenn man einen Termin langfristig vorher ankündigt, muss man als Begleiter damit rechnen, dass sie anfängt sich zu schminken, zu Kochen, zu Telefonieren etc. , gerade wenn der Zeitpunkt X eingetroffen ist, an dem man spätestens das Haus verlassen sollte. Insbesonders langfristige Planungen mit chicas sind mit Vorsicht zu geniessen. Ein Gefühl für Zeit, Raum und Zahlen existiert nicht. Weder ist sie fähig, den Vorgaben von Fahrplänen Folge zu leisten, noch ist sie in der Lage, komplexe Problematiken (z.B. mittelfristige Finanzplanungen, Verabredungen zum Telefonat mit Bereithaltung von Kugelschreiber und Notizblock, Einkauf von bedarfsgerechten Lebensmittel-Mengen, etc.) zu bewältigen. Die Vorausplanung von Aktivitäten konzentriert sich über die nächsten paar Stunden, wobei die Konsequenz des Handelns nach 5 Minuten degressiv abnimmt und kleinste Störfaktoren zum Zusammensturz sorgfältiger Planungen führt.
    Dies ist auch eine Folge des nächsten Punktes:

  • Nervösität und Unkonzentriertheit
    Das Leben auf Kuba und die sich hieraus ergebende
    Langeweile verlangt den Leuten keine Leistung ab, so dass scheinbar viele unter Hospitalismus (die Krankheit, die dazu fürt, dass eingesperrte Tiere stundenlang im Kreis laufen) leiden. Die Symptone bei chicas sind abgekaute Fingernägel und mentale Abwesenheit. Viele sind nicht fähig, einem Gespräch läger als 2 Minuten zuzuhören, sie starren dann unvermittelt ins Leere. Niemand kommt auf die Idee, etwas sinnvolles zu machen, wie Lesen, Arbeiten oder Weiterbildung
    Aus der Unkonzentriertheit folgert der nächste Punkt:

  • Unwille und Lernunfähigkeit
    Wenn aufgrund der oben genannten Punkte irgend etwas schief geht, wenn man es ihr wieder und wieder eintrichtert, eines ist sicher: Das Gesetz der Serie schlägt abermals zu. Sie konzentriert sich nicht darauf, den Missstand zu beseitigen, sondern sich die entsprechenden Ausreden auszudenken (vergleiche Schauspielkunst).




  • Alle oben genannten Punkte sind als direkte Folge einer
    infantilen Persönlichkeits- und Gesellschaftsstruktur zu begreifen, die den Eindruck Kubas als Interaktives Computerspiel nur verstärken.

    Vergleiche auch das Latina - maual (Gebrauchsanweisung für chicas)
    Chulo

    Zuhälter. Obwohl Zuhälterei äusserst streng bestraft wird, blüht das Geschäft. Es handelt sich bei diesen Genossen nicht nur um jene brutalen Antreiber und Unterdücker, sondern auch oft um Familien angehöroge und Ehemänner, die sonst keine Möglichkeit sehen, an Devisen zu gelangen. Besonders Rastas betreiben dies Gewerbe.

    Computerspiel, interaktives

    Das Dasein auf Kuba präsentiert sich dem Touristen wie ein interaktives Computerspiel, bei dem man kontinuierlich gegen einen übermächtigen Mitspieler verliert. Ständig hat man mit neuen Widernissen (Lügen, Verspätungen, Taxifahrer, fehlendes Klopapier, Pannen, Bürokratie, langsame Bedienungen, Pannen, geplatzte Verabredungen, fehlende Verkehrsverbindungen, geschlossene Büros oder Läden, ineffiziente Arbeitskräfte) zu kämpfen.

    Cucaracha

    Spanisch für Kakerlake. Lateinamerikanische Kakerlaken erreichen zwar eine beachtliche Grösse (ca. 4 -5 cm), sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit und damit Unfassbarkeit besonders ekelig, aber ansonsten eher nur lästig denn gefährlich. Das Problem besteht darin, dass man Kakerlaken nicht wieder los wird. Sie legen ihre Eier überall hin. Wenn man sie tot haut, fördert man deren Verteilung nur noch. Am besten hilft heisses Wasser und das Einschweissen von Matratzen.

    Darwin , Mendel, Lorenz

    Schöpfer der nach ihnen benannten, jedoch bereits widerlegten Theorien der Entwicklung der Arten, der Vererbung und der Verhaltensweisen. Auf Kuba werden die Gegenbeweise in folgender Form gebracht:

    1) Die Gazellen (nämlich die chicas), und nicht die Löwen, sind hier die Jäger

    2) Ein Rudel Kubaner wird durch das schwächste Gruppenmitglied ernährt (den Chicas ), da sie über Devisen verfügen.

    3) 40 Jahre nach der Revolution und somit Gleichschaltung aller Bürger hat sich eine soziale Schichtung eingestellt, die von einer überwiegend weissen Minderheit angeführt wird. Die Mittelschicht ist ebenfalls überwiegend weiss, der Rest überwiegend farbig.

    4) Hautfarbe. Eine Durchmischung findet nicht statt. Das Kuriosum besteht darin, dass praktisch jeder mit jedem Geschlechtsverkehr praktiziert, jedoch niemand mit einem Partner dunklerer Hautfarbe (vergleiche Rassismus). Selbst 10 bis 20 Generationen nach Import der Sklaven gibt es immer noch ganz schwarze und ganz weisse Personen.

    5) Survival of the fittest: Gegen Castro ist kein Kraut gewachsen, nicht einmal Zucker und Tabak

    ¡dale!

    Universal-Imperativ, der gerne und oft verwendet wird. Anstatt der Aufforderung "Por favor" ("bitte") verwendet man diese direkte Aufforderung mit der Bedeutung "nun mach schon!", "komm schon!", "gib´s ihm!".

    Digitales Denken

    Wahrnehmungs- und Problemlösungsmechanismus der Kubaner. Europäerlieben es, Dinge hin- und her zu diskutieren, Kubaner machen es sich da einfacher: Sachverhalte werden nicht differenziert betrachtet und beurteilt, sondern unterliegen einem pauschalisierten Schwarz-Weiss-Schema. Ein nachträglicher Meinungsumschwung ist i.d.R. nicht zu realisieren. Ursache für eine für immer und ewig einzementierte Meinung kann bereits ein einmaliger, kleinster Anlass sein. Typische Beispiele:

    "gut-böse/schlecht":
    Die Meinung bezüglich den Mitmenschen, anderen Ländern, den Dingen des täglichen Lebens (Kleidung, Speisen und Getränke, Autos etc.) ist gnadenlos. Negative Erfahrungen mit Mitmenschen führen zu dem Urteil "pisado" (Trampel), "grocero" (Grobian) oder "bruto" (brutal). Essen, das nicht vorzüglich schmeckt, verursacht "asco" (Ekel).

    "frio-caliente":
    Die deutsche Übersetzung "heiss" oder "kalt" bezieht sich hierbei auf die vermeintliche Bluttemperatur, sprich: Leidenschaft. Dass Personen sich einmal so, ein anderesmal so verhalten und dieses Verhalten Folge von Umwelteinflüssen ist, ist den Kubanern fremd. Pauschal gelten Latinos, Italiener und Spanier als "caliente", Deutsche als "frio".

    "jetzt oder nie":
    Wünsche bedürfen sofortiger Erfüllung. Wenn sie nicht erfüllt werden, werden sie vergessen. Ein Aufschieben findet nur ausnahmsweise statt, wenn der vermeintliche Verantwortliche für das Entsagen (in der Regel bei chicas der ausländische Begleiter) sich als "schlechter" (also geiziger) Zeitgenosse einen Namen gemacht hat. Bei dem Versuch, Wünsche durch Aufschieben aus dem Bewusstsein zu verdrängen, ist also Vorsicht geboten: einen Wunsch ein einziges mal nicht erfüllt, und schon gilt man als knauserig.

    "alles oder nichts":
    Das Einkaufen-Gehen mit chicas mit dem Ziel, ein kleines Geschenk zu machen, kann zum finanziellen Totalverlust führen. Einmal losgelassen, entdeckt sie eine Menge an "wichtiger", "dringend benötigter" Sachen für sich oder für die
    Familie. Hierbei muss es sich stets um das beste und teuerste handeln. Wenn die Möglichkeit besteht, in Devisen zu bezahlen, obwohl gleichwertige Sachen in Pesos erhältlich sind, dann wird selbstverständlich die prestigeträchtigere Zahlungsweise mit Devisen bevorzugt. Die Auswahl der Waren beschränkt sich auf Markenprodukte, wie Sony oder Adidas (amerikanische Marken wie Nike sind meist unbekannt). Mit weniger geben sich die chicas nicht zufrieden.

    "treu-untreu":
    Die europäische Sitte, Freunde des anderen Geschlechts zu haben, ohne hierbei sexuelle Absichten zu hegen, verursacht Unverständnis. Grundsätzlich ist dies eine
    Respekt losigkeit und Zeichen der Untreue. Alleine das Betrachten von Leuten des anderen Geschlechts gilt als Untreue und verursacht Eifersuchtsanfälle.

    "nüchtern-betrunken":
    In dem Moment, wo man ein Bier getrunken hat, gilt man als "borracho" (betrunken). Massvolles Geniessen von Alkohol wird als sich-Betrinken interpretiert."

    Dienstleistung

    Der Service auf Kuba ist beklagenswert. Für niemanden lohnt es sich, sich anzustrengen. Dies liegt zum Einen daran, dass sie oft illegal sind, zum anderen an der Ineffizienz des kommunistischen Systems.
    Bedienungen in Restaurants sind nicht daran interessiert, dass es den Kunden gefällt, sondern sie erfüllen ihre Pflicht gegenüber dem Staat. Zum Beispiel wird man im Restaurant als Kunde übergangen, Bestellungen werden nicht ausgeführt, Aschenbecher werden nicht gereicht. Das Anbieten von Waren erfolgt nicht mit dem Ziel, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen, sondern dient dazu, das schnelle Geld zu machen. Ursache hierfür ist unter anderem auch
    infantile Ungeduld nach Devisen

    Diskothek

    Als Tanzveranstaltung getarnte öffentliche Erotikshow. Aus der Umgebung rekrutierte Mulattinnen scharwenzeln um die männlichen Opfer und machen sie langsam mürbe. Die als Tanzschritte deklarierten Bewegungen sind hierbei nichts anderes als eine Nachahmung/Vorwegnahme des Geschlechtsaktes, vorzugsweise mit Partnern hellerer Hautfarbe. Die Chicas gehen entweder in die in die Disco, weil sie Devisen haben, oder gerade, weil sie keine Devisen haben. Es wird vorzugsweise Salsa - oder Merengue -Musik gespielt. Wie in ganz Lateinamerika wird grundsätzlich paarweise getanzt, wodurch der Zwang zur Bekanntschaft mit dem anderen Geschlecht besteht. Wer als Mann alleine ist, wird sofort zum Tanzen aufgefordert oder anderweitig angesprochen.

    Der Vorteil von Diskotheken für die chicas ist, dass sie hier ungestört von der Polizei auf Ausländerjagd gehen können. Der Staat versucht dies durch Schliessung von Diskotheken, Razzien am Ausgang, oder Zutritt nur für Paare, zu unterbinden. Letzterer Punkt führt allerdings zu dem Absurdum, dass chicas praktisch genötigt werden, sich einen Ausländer zu angeln, um in die Disco zu gelangen.

    Dollar

    Kubanische Schein-Währung, auch offizielles Zahlungsmittel in den USA. Als Bargeld kursiert der "Peso Convertible" (CUC), den Touristen bei der Einreise gegen eine Gebühr von 10% erwerben müssen. Dollar hin, Peso Convertible her: Das Kuriosum besteht darin, dass die Kubaner nicht über ihre eigene Währung verfügen, sondern sie den Touristen aus den Taschen locken müssen. An Dollars / Peso Convertible kommt man nur über Ausländer oder mittels Schwarzmarktgeschäften. Alle wichtigen Waren sind nur gegen Devisen/CUC erhältlich, hierfür gibt es spezielle Geschäfte. Devisen/CUC sind Dreh-und Angelpunkt des gesellschaftlichen Treibens und zentrale Frage des überlebens. Die einzige Chance, nicht in völliger Armut zu verharren, resultiert daher in dem Bestreben, an dem Touristen-Abzocken teilzuhaben.
    Mit der Einführung des Euro in Europa, ist die neue Währung auch teilweise in Kuba gültig.

    Eifersucht

    Das in Kuba am stärksten ausgeprägte Gefühl. Die protestantisch-heuchlerischere Lebensform in Europa hat ein gestuftes Sündenregister mit harmlosen Eingangsstufen. Bei Erreichen einer hohen Sündenstufe (Ehebruch) wird in der Regel die Ehe beendet. Die katholisch-vitale Lebensform Lateinamerikas kennt ein gut-böse Schema mit digitalem Charakter: treu oder untreu. Es ist egal, ob man der Kellnerin zulächelt oder ihr ein Kind macht. Allerdings ist niemand endgültig verworfen, da nach einem Fegefeuer (Tobsuchtsanfälle, Intrigen, Lügen, kaputte Vasen etc.) Absolution erfolgt. Der kulturelle Beitrag der Latinowelt besteht folglich in der Erfindung (beziehungsweise Perfektionierung) der Telenovela (soap opera).

    Einladung

    kubanischer Reflex auf die Bekanntschaft mit Touristen. Der Eingeladene hat anstandshalber eine Flasche Rum beim Besuch bei der Familie mitzubringen. Eine Einladung ist nicht immer als freundlicher Akt zu interpretieren, sondern dient oft zur Auslotung der Möglichkeiten, Devisen zu kassieren und umsonst den leckeren Rum zu trinken. Meistens wird über Einladungen einem befreundeten Taxifahrer die Möglichkeit gegeben, Geld für die Hinfahrt zu kassieren. Der Einladende erhält dann einen entsprechenden Anteil in Form von Provision.
    Viel Kubaner warten keine Einladung ab, sondern sie schnorren
    schamlos, zum Beispiel nach Zigaretten, Eintritt für die Disco etc.

    Eis

    Droge (vorzugsweise in Coco oder Schoko-Geschmack), die nur gegen harte Devisen (bzw. Pesos Convertible/CUC) erhältlich ist.

    Elían Gonzalez

    kubanischer Junge, dessen Mutter auf der Flucht nach Miami im November 1999 ums Leben kam. Daraufhin folgte ein Tauziehen in den USA zwischen den Verwandten in Miami und dem Vater in Kuba, das der Vater letztendlich gewann, weil sich die US-Gerichte weigerten, den Fall zu verhandeln. Das kommunistische Regime Fidel Castros hat diesen Erfolg propagandistisch voll ausgenutzt.

    Emanzipation

    Die Gleichberechtigung findet ihre Entsprechung in der kommunistischen Gesellschaft darin, dass auch Männer (Touristen) die Sexobjekte sind. Ansonsten müssen Frauen und Männer für das gleiche Geld die gleiche Arbeit verrichten. Frauen sind nicht durchs Kinderkriegen benachteiligt, da der Staat sich gegebenenfalls um sie kümmert. Innerhalb einer Zweierbeziehung gilt der Machismo , dies lassen sich die Frauen gerne gefallen.

    Embargo

    ständig wiederkehrende Zeitungsente der kommunistischen Propaganda. Zwar wird seit 40 Jahren offiziell kein Handel mit Kuba betrieben, de facto befindet sich aber auch in den Regalen europäischer Supermärkte Rum der Sorte Havana Club. Das Embargo dient dem Staat dazu, die miserable Wirtschaftssituation zu rechtfertigen. Wahrscheinlich wäre ohne das Embargo das Regime schon längst gestürzt, da Kuba ausser Sonne, Strand, Zucker , Tabak , Rum und Chicas kaum etwas zu bieten hat.

    Liste der Firmen, die gegen das Embargo verstossen
    Handelsorganisationen in Cuba

    Energie

    Trotz ehrgeiziger Förderung von schwefelhaltigem Rohöl in der Nähe von Varadero mangelt es an nichts so sehr wie an Benzin (Heizöl braucht man keines). Dennoch vibriert die Insel vor nervöser Energie. Sie zeigt sich nicht nur in einem horrend schnellen Sprechtempo, sondern auch im Unvermögen der chicas, vor Diskotheken ruhig stehen zu können. Hohe Energiezustände zeigen sich auch in folgenden Formen: als wirbelnde Hände auf den Congas, als sich irrwitzig drehende Salsa-Paare, als unbesiegbare Box-Fäuste, als heißer Sex

    Erotik

    Wesentliches Element der Latino-Kultur. Die gesamte Gesellschaft ist durch-erotisiert bis auf die Knochen, Sex ist die natürlichste Sache der Welt. Wenn man jemanden des anderen Geschlechts kennen lernt, ist es selbstverständlich, dass man noch am gleichen Tag miteinander ins Bett geht, ohne dass dies anstössig oder ungewöhnlich wäre. In der verlogenen westlich-protestantischen Kultur sind nackte Leiber und sexistische Geprächsthemen allgegenwärtig und Gegenstand öffentlicher Berichterstattung. In der lateinamerikanisch-katholischen Kultur wird nicht darüber gesprochen, es wird gehandelt. Die öffentliche Zurschaustellung nackter Körperteile findet nicht statt, sie ist sogar verboten. Umso grösser ist die Verlockung. Statt nichts anzuhaben , haben die sonst so schamlosen chicas fast nichts an. Song-Texte sind eindeutig-zweideutig. Begegnen sich Blicke auf der Strasse, dann wird nicht wie in europäischen Ländern weggesehen, es wird hingesehen, gelächelt und gegebenenfalls ein freundliches Gespräch angefangen. Jemand, der fest liiert ist, meidet vor vornerein derartige Kontakte (gilt oft nicht gegenüber Touristen, da die Verheissung auf das schnelle Geld zu gross ist). Dies macht die Auswahl leichter und Flirts laufen nicht ins Leere. Da die regelmässige Ausübung des Geschlechtsverkehrs Usus ist, kommt man als Tourist in Verdacht, wenn man keine chica hat. Die Kubaner haben nichts dagegen, dass die Touristen wegen der chicas ins Land strömen, sonder sie sind sogar stolz darauf: "singan rica".

    Fake

    Englischer Ausdruck für Fälschung. Auf Kuba wird alles gefälscht: Zigarren, Rum, Liebe. Die Unwahrhaftigkeit der kommunistischen Propaganda und die Unmöglichkeit, wahre Information von falscher zu unterscheiden, findet ihre Fortsetzung in Lügen, falschen Produkten und falschen Freunden.

    Familie

    weit gefasster Ausdruck für den näheren Bekanntenkreis, einschliesslich Freunden, Nachbarn, Cousins ("primos"). Es wird unterschieden zwischen Verwandten "de crianza" (der Kindheit, Aufzucht) und "de sangre" (Blutsverwandte"). Dieses ist deswegen erforderlich, da in fast allen Haushalten Kindern von verschiedenen Vätern wohnen .

    Feiertage

    Praktisch ist jeder Tag ein Feiertag, denn die wenigsten arbeiten regelmässig. Die wichtigsten Tage sind der Muttertag und der Valentinstag (Día de los enamorados). Diese Tage nicht ausreichend zu respektieren (in Form von Geschenken, Glückwunsche, Einladungen) ist eine Todsünde und wird mit capricheza bestraft.

    Fortschritt

    findet auf Kuba in Form einer Rückentwicklung statt. Der Lebensstandard nimmt kontinuierlich ab, vom technischen Fortschritt ist nichts zu merken. Da seit der Revolution 1959 keine Produktentwicklung betrieben wurde und seither alles importiert wurde, verfügt das Land über einen Fundus an antiken Gegenständen wie Fernseher oder Autos. Von Digital-Uhren, Handys, Digitalkamera partizipieren die wenigsten. Für ausgewählte High-Tech Produkte wie MC´s oder Feuerzeuge sind aufgrund des späten Einzugs in das Inselreich eigene Wortkreationen entstanden, die deutlich vom ursprünglichen spanischen abweichen: Z.B. "Cinta" (Band) für Musikkassette oder "fosforera" (von fosforo=Phosphor, Streichhölzer) für Feuerzeug.


    Verblüffen lassen sich Kubaner durch Laserpointer und Kontaktlinsen, wogegen Airbag oder Mikrowelle praktisch unbekannt sind. Mobiltelefone und Internet sind einer zahlungskräftigen Minderheit zugänglich. Aber Youtube und MySpace gelangen nicht durch die Zensur . Ein Schnellkochtopf gilt bereits als Hi-Tech.
    Durch die Unmöglichkeit, den Anschluss an den westlichen Standard zu halten, verliert das hohe
    Bildungs niveau der Kubaner an Bedeutung und Qualität.

    Gleichheit

    Eines der Ziele der Revolution. Das Regime bevorzugt lieber einen Zustand allgemeiner und gleicher Armut, als Wohlstand für Engagierte. Dies wird dadurch konterkariert, dass die Gesellschaft zweigespalten ist: diejenigen mit und diejenigen ohne Devisen bzw. Pesos Convertible/CUC. Ein Angestellter Akademiker und ein Parkwächter sind gleich(arm), ein, Taxifahrer und eine jinetera sind gleicher.

    Granma

    Name der Yacht, mit der Fidel Castro und seine Mannen seinerzeit von Mexiko nach Kuba übersetzten um die Revolution anzuzetteln. Ausserdem Name eines Bundesstaates und des landesweit verteilten Parteiblattes, welches die einzige und schlechteste Gazette der Republik ist. Die seitenweisen Reden des (ehemaligen) Maximo Lider eignen sich auch als Klopapier .

    Berichte von unabhängigen Journalisten auf Kuba

    Guagua

    Eigentlich spanisch für "kleines Mädchen", in Lateinamerika Bezeichnung für die unregelmässig verkehrenden Busse. Als Bus dient oft ein LKW, deren Pritsche vollgedrängt mit Leuten ist. Wenn man als Tourist denkt, dass das guagua voll ist, steigt bestimt noch eine 8-köpfige Familie zu. Guaguas sind beliebte Objekte von Polizeikontrollen, die auf der Suche nach Kaffeeschmugglern sind und auch sonst keine Gelegenheiten zu Verhaftungen auslassen (vergleiche interaktives Computerspiel).

    Hoffnung

    auf Kuba nicht vorhanden aufgrund der Tatsache, dass Fidel Castro trotz fortgeschrittenen Alters immer noch über die Fähigkeit verfügt, stundenlange Reden über die Revolution zu halten, jedoch keine Anstalten unternimmt, die wirtschaftliche Lage zu verbessern. Wie sich die wirtschaftliche Situation ständig verschlechtert, so nimmt die staatliche Repression in gleichem Masse zu. Nach dem Tode Castros erwartet man einen noch restriktiveren Nacholger auf dessen Stuhl. Die Ausweglosigkeit der Lage drückt sich dadurch aus, dass sich keiner für eine "Nach- Castro-Ära" vorbereitet, sondern es lieber vorzieht, nach Miami auszuwandern

    Hunger

    steter Drang, sich den Magen voll zuhauen. Da die tägliche warme Mahlzeit eher dünn ausfällt, streben die chicas die Einladungen von ausländischen Touristen an. Dann wird eine Riesenportion (Nachtisch: Eiscreme) bestellt, wobei aber dann doch die Hälfte liegen bleibt (Vergleiche Infantilismus.

    Infantilismus

    Wie alle lateinamerikanische Länder ist die Gesellschaft jung beziehungsweise hat kindlichen Charakter. Dies äussert sich in folgenden Punkten:

     

    Konsumverhalten: In den meisten Ländern wird die Kindlichkeit relativiert durch die frühe Erfahrung, dass einem materiell nichts geschenkt wird. Die Kubaner dagegen saugen an der Brust des Staates ihre dünne Milch (vergleiche Libreta ) und leben folglich in permanenter kindlicher Zuteilungserwartung. Diese Erwartung wird gegebenenfalls auf Devisen-besitzende Touristen übertragen. Ein Triebaufschub findet nicht statt: Mangelwahrnehmung führt sofort zur Frustationsartikulation.

     

    Gehorsam: Das kommunistische Regime basiert auf Befehl und Gehorsam. Im Gegensatz zu Bürgergesellschaften werden keine Regeln ausgehandelt, sondern top/down durchgesetzt (vergleiche autoritäre Erziehung). Chicas gehorchen der Polizei, Frauen gehorchen Männern , alle gehorchen den Müttern. Das letzte Wort hat der Übervater Fidel Castro

     

    Realitätswahrnehmung: Die Kubaner sind von externer Information abgeschnitten. Stattdessen sind sie der kommunistischen Propaganda-Maschinerie ausgesetzt. Das Leben bietet auch durch fehlende materielle Güter keine Möglichkeit, eine Realität, die über die sensorische Wahrnehmung hinausgeht, zu erfahren. Analog zu Kindern im Alter von 4-5 Jahren lügen sie spielerisch (vergleiche Lügen) unterhalb der Schwelle strategischer Ziele.

     

    Spieltrieb: Aus Ermangelung, diesen Trieb während der Kindheit auszuleben und weitgehend abzuschliessen, folgt, dass auch Erwachsene eine Affinität zu handwerklichen Tätigkeiten, Prügeleien, Bongos und Tauschgeschäften haben.

     

    Sozialverhalten: feste verlässliche Partnerschaften sind in der Minderheit, alle Mitmenschen sind Freunde oder einfach nur Kameraden (compañero). Die kommunistische Doktrin drängt zum Aufteilen aller Güter, jedoch unter eifersüchtiger Beibehaltung des eigenen Vorteils (siehe commission). Streitigkeiten enden selbst unter Frauen nicht selten in Prügeleien, Männer sind für ihre rabiate Art gegenüber Ehefrauen bekannt. Die Respektierung des Eigentums anderer oder der Allgemeinheit ist nicht wie in Leistungsgesellschaften ausgeprägt.

     

    Besonnenheit und Vorsicht (vergleiche Angst): Risiken werden bedenkenlos eingegangen, sofern nicht Bestrafung durch die Staatsmacht zu befürchten ist. Risikoabschätzung und Vorausdenken findet nicht statt. Als Beispiel ist leichtsinniges Autofahren, unverantwortlicher Umgang mit Strom oder Müll oder eifriges Geldausgeben zu nennen.

     

    Lebensplanung: der Staat nimmt den jungen Menschen die Verantwortung ab. Heiraten, Scheiden, Gebähren ist ein Kinderspiel ohne mögliche negative Konsequenzen, da im Notfall staatliche Alimentierung einspringt. Eine gezielte Lebensstrategie wird nicht vorgenommen, da sie nicht zu realisieren ist.

     

    Sex: Neugier, sofortige Triebbefriedigung und soziale Unreife führt zum regelmässigen Ausführen des Geschlechtsaktes mit wechselnden Partnern. Die Bereitschaft zum Sex unterliegt nicht einer Gewissenskontrolle entsprechend gesellschaftlicher Normen: Der Kommunismus hat sozialen Kontrollmechanismen wie bürgerlicher Ethik oder katholischer Keuschheit den Garaus gemacht.

    Invitación

    Offizielle Einladung eines Touristen für einen Kubanischen Staatsbürger nach Deutschland und somit höchstes aller Ziele für eine chica . Das zugehörige Dokument kann für chicas nützlich sein, weil sie sich hiermit gegenüber der Polizei von dem Verdacht der Prostitution befreien.

    jinetera

    "Reiterin", spanisch -kubanische Bezeichnung für Chicas